SPP1386: DFG-Schwerpunktprogramm "Nanostrukturierte Thermoelektrika: Theorie, Modellsysteme und kontrollierte Synthese"

 

 

Seit Sommer 2009 koordiniert Prof. Nielsch als Sprecher ein Schwerpunktprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG zum Thema Stromerzeugung aus Wärme mit nanostrukturierten Materialien.  Aufgabe der Forscherinnen und Forscher im Schwerpunktprogramm SPP 1386 "Nanostrukturierte Thermoelektrika" ist es, neue thermoelektrische Systeme mit nanostrukturierten Materialien zu entwickeln, die langfristig 50-200% effizienter sind. Eine größere Effizienz von thermoelektrischen Materialien würde ganz neue Möglichkeiten in der Energietechnik eröffnen, z.B. durch direkte Nutzung von Abwärme in Verbrennungsmotoren bei gleichzeitiger CO2-Reduktion oder in energieautarken Sensoren. Die Initiative für den Antrag zum Schwerpunktprogramm (SPP) ging von einer Übersichtspublikation im Physik Journal im Mai 2007 aus.  Im gleichen Jahr wurde ein  SPP Einrichtungsantrag bei der DFG eingereicht über dessen Einrichtung im April 2008 für 6 Jahre entschieden wurde.  Zum Aufruf für die 1. Förderperiode wurden 35 Anträge mit 80 Antragsstellern im Herbst 2008 eingereicht. Gefördert werden 18 Klusterprojekte unter der bundesweiten Beteiligung von 33 bundesweiten sowie einer schweizer und zwei österreichischen Arbeitsgruppen mit insgesamt 17,4 M€ seit Juni 2009 für 6 Jahre. Im SPP werden Fragestellungen der Physik, der Nanotechnologie und Mikrosystemtechnik, der Mess- und Energietechnik sowie den Materialwissenschaften verbunden. Bei der Planung wurde sehr viel Wert darauf gelegt Kompetenzen aus den drei Bereichen: (1) Materialsynthese, (2) thermoelektrische  Messtechnik  und (3) Simulation und Theorie in jedem Projekt zu berücksichtigen. Neben der Forschung im Verbund ist die überregionale Graduiertenausbildung, die Organisation von Sommerschulen für Doktoranden zum Thema Thermoelektrik eine wesentliche Aufgabe des SPP 1386. Der Bereich Öffentlichkeitsarbeit wird durch eine Koordinationsstelle unterstützt, mit der Lehreinheiten zur Thermoelektrik für Schulen der Primar- und Sekundarstufen und Workshops innerhalb des SPP und gemeinsam mit der Industrie organisiert werden.